Bericht von Bernd Höner

Zwischendurch kam sogar der eine oder andere Sonnenstrahl durch:Der 5. Ökumenische Stadtgottesdienst am Sonntag, dem 21. Juni im Löhner Werretalstadion fand zwar nicht gerade bei strahlendem Sommerwetter statt, aber es blieb bis zum Nachmittag trocken und Gottesdienst und anschließendes Beisammensein bei Grillwurst und Kaltgetränken konnten wie geplant stattfinden. Rund 1000 Menschen aus der Werrestadt waren der Einladung aller evangelischen und katholischen Kirchengemeinden und der freikirchlichen Gemeinde gefolgt, gemeinsam Gottesdienst zu feiern; dazu kamen noch rund 50 Bläser aus allen Gemeinden, ein großer Kinderchor und ein wohl achtzig Köpfe zählender Gospelchor mit Sängern aus den verschiedenen Löhner Chören. Insgesamt 12 Geistliche aus den Löhner Gemeinden wirkten mit.

„Alles hat keine Zeit?“ war das Motto des Gottesdienstes, das von den Pfarrern Peter Außerwinkler, Kai Sundermeier, Manfred Pollmeier und Pfarrerin Anke Starnitzke in einem Anspiel komödiantisch umgesetztwurde. Außerwinkler und Starnitzke spielten ein Ehepaar im Auto, begleitet von den „Kindern“ Pollmeier (mit sehenswürdiger Perücke) und Sundermeier. Eine Fahrt durch Löhne, so wurde deutlich, kann ganz schön nervig sein, wenn man meint, keine Zeit zu haben: Egal, ob Ostscheid oder Mahnen, Mennighüffen oder Löhne-Ort – immer wieder kosten Fahrbahnverengungen Zeit, und in jedem Löhner Ortsteil sind Männer mit Hut unterwegs, die mit ihrer langsamen Fahrweise den Eiligen in den Wahnsinn treiben oder, wie im Anspiel, zum Auffahrunfall.

Pfarrer Harald Ludewig nahm in seiner Predigt den Faden auf: „Hatte man früher wirklich mehr Zeit als heute?“, fragte er, kritisierte aber gleichwohl die gegenwärtige Manie, möglichst viel Aktivitäten in eine Zeitspanne zu stopfen. „Die Zeit ist Gottes Geschenk für uns“ und „Alles hat seine Zeit – und Gott ist der Herr der Zeit“, stellte er klar. Ludewig stellte den Begriff „Lebensentwurf“ in Frage, suggeriere er doch, als sei der Mensch allein Herr der Zeit und seines Lebens. Unsere Zeit aber, so der der Pfarrer, sei eine gute Zeit, weil Gott uns entgegenkomme. Gott wisse um das Ziel unseres Lebens und habe den richtigen Lebensentwurf für uns – und wir sollten uns Zeit nehmen, uns auf ihn zu besinnen – in Kirche, Moschee, Betraum, Natur oder auch im Stau auf der Lübbecker Straße. „Sucht euch eigene Orte und nehmt euch Zeit für Gott – dann wird er euch finden und ihr werdet euch selbst finden“, sagte der Prediger.

Die musikalische Leitung hatten Elvira Haake (Kinderchor), Janina Bohnhorst (Gospelchor) und Fabian Scarabis (Bläser) übernommen, neben ihnen wirkten zahl - reiche Presbyter und Presbyterinnen und viele ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Organisation, dem Aufbau und Abbau der Bühne und Sitzbänke und an Grill und Getränkeständen mit.

„Bis Freitag morgen hatten wir noch einen Plan B für schlechtes Wetter nämlich den Umzug in die Kirche in Mahnen“, verriet Pfarrer Peter Außerwinkler nach dem Gottesdienst. Dann aber habe man sich entscheiden müssen und aufgrund des Wetterberichts im Stadion aufgebaut. „Wir sind dankbar, dass es geklappt hat“, sagte der Pfarrer. Text und Fotos (4): Bernd Höner

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